So knallt es beim Barschangeln in der kalten Jahreszeit

Barschangeln Tipps vom Profi 

Kalte Finger, schlechtes Wetter und wenig Fischaktivität: So fassen viele Angler die kalte Jahreszeit  zusammen. Zugegebener Maßen ist diese Einschätzung nicht ganz falsch.

Gleichzeitig gibt es in der kalten Jahreszeit auch extrem gut genährte und daher besonders dicke Raubfische, die es durchaus schaffen, dem Angler trotz Kälte sofort warm um das Herz werden zu lassen. Aus diesem Grund lohnt es sich – sofern keine störende Eisdecke das Angeln verhindert – an das Wasser zu gehen, um ein paar Bisse auf den Kunstköder zu provozieren.

 

Der Barsch ist dabei ein sehr dankbarer Raubfisch, da er im Verhältnis zu anderen Fischarten selbst bei kalten Wassertemperaturen recht aktiv ist. In großen und somit oft meist tiefen Seen ist es allerdings nicht einfach, seinen Köder dort zur präsentieren, wo sich  die Barsche aufhalten. Oft halten sich die Räuber in Tiefen von über 15 Metern auf. Ein gezieltes Angeln macht dort kein Spaß und ist gleichzeitig nicht fischschonend, da die Barsche durch das hochpumpen aus der Tiefe an Trommelsucht leiden und dadurch verenden.

 

Barschangeln in der Dämmerungsphase

 Barschangeln Tipps vom Profi

Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang beginnt sich das Blatt zu wenden. An vielen Gewässern kann schon fast die Uhr danach gestellt werden. Die Kleinfische ziehen sich in flachere Gewässerregionen zurück. Die Barsche folgen ihnen.

So ist nun in Tiefen von 2 bis 8 Metern akut mit Fängen zu rechnen. Trotz eisigen Temperaturen kommt es durchaus vor, dass sich die Kleinfische an der Wasseroberfläche bemerkbar machen. Genau dort wo sich die Nahrung der Barsche tummelt muss auch der Köder platziert werden. Gerade in der Dämmerungsphase sind die gestreiften Räuber noch einmal richtig hungrig, was uns Angler zusätzlich in die Karten spielt.

Ist die Sonne endgültig hinter dem Horizont verschwunden, wird es nicht nur sehr kalt, schlagartig ist auch die Beißphase wieder vorbei, als ob ein Schalter umgelegt wurde.

 

Platzwahl beim Barschangeln

 

Da die Zeitspanne in der die Fisch „zum Greifen nahe“ und noch dazu sehr bissig sind, ist sehr gering. Umso wichtiger ist es, die richtigen Plätze zu befischen. Zugegeben, gerade an großen Gewässern im Winter ist es nicht ganz einfach die Hot Spots ausfindig zu machen. Oft hilft nur Angeln und Ausprobieren. Mit der Zeit lassen sich gute Plätze erkennen.

Anhaltspunkte sind steile Kanten, die es den Fischen ermöglichen schnell vom Tiefen ins Flache zu schwimmen. Auch Barschberge, Landzungen und Hafenanlagen sind immer einen Versuch wert.

 

Die richtige Köderwahl zum Barschangeln

 Barschangeln Tipps vom Profi

Jetzt im Winter sind die Räuber meist in grundnähe zu finden. Ein Gummifisch am Bleikopf ist daher eine gute Wahl. Er kann ohne Probleme genau dort angeboten werden. Beim Jiggen und Faulenzen ist ein schnelles Abangeln eines Sektors möglich.  Aktive Barsche können so verhältnismäßig schnell ausfindig gemacht werden. Der Stoffwechsel der Barsche ist stark nach unten gefahren, sodass sie zu schnell geführte Köder oft ignorieren.

Das Gewicht des Jigkopfes sollte daher so gewählt werden, dass der Gummifisch nach jedem Sprung eine gemächliche Absinkphase aufweist. Köder mit einer Länge von 7 bis 12 Zentimetern sind ideal um die Stachelritter an den Haken zu bekommen. Ob No- oder Action-Shads zum Einsatz kommen, hängt von der Laune der Raubfische ab. Hier hilft nur Testen und Probieren. Meine favorisierten Gummifische für das Barschangeln sind der Jackson The Worm, der Rooster Split Tail und Skirt Tail, der Jackson The Fish und der Jackson The Shad. Der erste Winter/Frühjahrs-Dämmerungs-Barsch lässt mit etwas Glück nicht lange auf sich warten.

 

Viel Erfolg beim Barschangeln wünscht Euch

 

Christopher Görg