Im März werden die Temperaturen wieder etwas angenehmer und die Natur stellt sich langsam auf den Frühling ein. Dennoch ist die Vegetation immer noch spärlich und trist.

Die warmen Sonnenstrahlen, die jetzt immer öfter auf das Wasser scheinen, erhöhen die Wassertemperatur jedoch stetig.

 

Obwohl es die wenigsten Angler vermuten, bereits nach den ersten warmen Tagen des Jahres, verfallen die Rapfen in vielen Gewässern in eine Art Fressrausch.

 

Das ist für mich der Startschuss, um mit der Spinnrute an den Fluss zu ziehen.

Denn die zahnlosen Räuber nehmen nun nach dem Winter wieder verstärkt Nahrung zu sich.

 

Beste Fangchancen

Hinzu kommt, dass die zahnlosen Raubfische schon seit mehreren Monaten kaum bis gar nicht mit Kunstködern in Berührung gekommen sind.

Selbst an den sonst von Anglern stark frequentierten Plätzen herrschte kaum Angeldruck.

Auch während der ersten Beißtage der Rapfen - die meist Mitte März stattfinden – ist man oft der einzige Angler an einem riesigen Flusskomplex, der überhaupt auf Rapfen fischt.

 

Spot-Suche

 

Rapfen Hot Spot

 

Trotz der noch geringen Wassertemperatur sind die Rapfen bereits an den strömungsreichen Stellen anzutreffen.

Daher sollten an Wehranlagen, an Rauschen, an Buhnenköpfen und an Brückenpfeilern unbedingt ein paar Würfe gemacht werden. Prinzipiell sind sämtliche Spots die im Sommer von den Rapfen aufgesucht werden, auch jetzt potenzielle Hot Spots.

Stellt sich der Erfolg durch das Angeln im Strom nicht ein, kann es helfen den Köder weiter hinter oder neben den strömungsstarken Bereichen zu präsentieren. Hier ist das Wasser immer noch turbulent aber ruhiger als im Hauptstrom.

Wurde erst einmal ein Bereich gefunden, an dem die Rapfen beißen, ist es wichtig auch die nächsten Würfe an dieser Stelle zu platzieren. Oft kommen die Bisse in einem Wassersektor, der nur wenige Quadratmeter groß ist.

 

Hot Spots Ruhe gönnen

 

Rapfen am Haken

 

In vielen Fällen hört das Beißen der Rapfen spätestens nach dem Landen des dritten Fisches auf. Wichtig ist daher, dass nach dem Fang von mehreren Rapfen, dem Platz erst einmal Ruhe gegönnt wird.

Wenn etwas Zeit vergangen ist, kann dort wieder mit Bissen gerechnet werden.

 

Mit dem Twitchbait

 

Jetzt im März gehen die Rapfen bereits in der oberen Gewässerschicht auf Beutejagd. Hardbaits gehören deshalb zu meinen absoluten Favoriten, was den Rapfenfang angeht. Gerade Twitchbaits, also schlanke längliche Wobbler, sind besonders gut geeignet. Sie imitieren bestens die natürliche Beute der Rapfen – die Ukelei.

Da im Moment viele Flüsse noch recht klar sind, sollten überwiegend Naturdekore verwendet werden.

Es eignen sich Köderlängen von 78 bis 120 Millimetern ideal für den Rapfenfang, da noch keine Brutfische im Wasser sind.

Wichtig ist, dass der benutzte Wobbler auch bei starker Strömung seinen Lauf behält.

Besonders bewährt haben sich der Pointer und Slender Pointer der Firma Lucky Craft (Bezugsquelle für Händler: Cebbra GmbH).

 

Führung

 

Normalerweise kann die Führung des Köders beim Rapfenangeln gar nicht schnell genug sein. Aufgrund des kühlen Wassers sollte der Twitchbait aber mit einer normalen Geschwindigkeit eingeholt werden.

Das Twitchen des Köders – also das leichte, unregelmäßige Schlagen mit der Rutenspitze in die Schnur – ist aus meiner Sicht die erfolgreichste Methode. Es bleibt zu erwähnen, dass es beim Angeln auf die „frühen Rapfen“ vermehrt zu Fehlbissen kommen kann. Ich vermute es liegt daran, dass sich die Rapfen im Winter in strömungsarmen Gewässerbereichen aufgehalten haben und dadurch noch etwas unsicher mit dem Jagen im turbulenten Wasser sind.

 

Rapfen im Frühjahr

 

Viel Spaß und viel Erfolg beim Ausprobieren wünscht euch eure Christopher Görg