Multirolle kaufen
Eine hochwertige Multirolle ist die erste Wahl, wenn es um kompromisslose Kraftübertragung, maximale Schnurfassung und direkte Köderkontrolle beim schweren Süß- und Salzwasserangeln geht. Ob beim Tiefseeangeln in Norwegen auf Heilbutt, beim kompromisslosen Welsangeln im Fluss oder beim Big-Game-Fischen, diese robusten Kraftpakete sind für extreme Dauerbelastungen gebaut.
- Direkte Kraftübertragung: Die kugelgelagerte Spulenachse sitzt quer zur Rute, wodurch Kurbelkraft ohne Umlenkgetriebe direkt in Zugkraft übersetzt wird.
- Enorme Belastbarkeit & Bremsleistung: Verwindungsfreie Gehäuse aus Aluminium oder Carbon widerstehen Fluchten kapitaler Meeres- und Raubfische.
- Perfekt für Norwegen & Wels: Optimale Schnurkapazitäten für dicke geflochtene Schnüre und tiefste Gewässerschichten.
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Was ist eine Multirolle und wann wird sie eingesetzt?
Eine Multirolle ist eine quer zur Rutenachse montierte Angelrolle, bei der sich die gesamte Schnurspule im Wurf oder beim Ablassen aktiv mitdreht. Im Gegensatz zur klassischen Stationärrolle entfällt der oszillierende Rotor sowie der Schnurfangbügel. Die Schnur läuft absolut geradlinig und ohne Reibungsverluste über Umlenkrollen von der Spule. Dieses Konstruktionsprinzip macht sie extrem verwindungssteif und unanfällig gegen Achsenbrüche unter Volllast.
Ihre mechanischen Stärken spielen Multirollen vor allem dann aus, wenn maximale Schnurkapazitäten für dicke Geflochtene (z. B. 0.28 mm bis 0.40 mm) und enorme Bremskräfte gefordert sind. Die primären Einsatzgebiete liegen im schweren Meeresangeln in Island oder beim Multirolle Norwegen Fischen (Pilken und Tiefsee-Naturköderangeln in Tiefen von 100 bis über 300 Metern), beim schweren Welsangeln mit Bojen- und Abspannmontagen sowie beim Big-Game-Fischen auf Thunfisch oder Marlin.
Linkshand oder Rechtshand – worauf musst du achten?
Eine der wichtigsten Entscheidungen, wenn du eine Multirolle kaufen möchtest, betrifft die Kurbelseite. Im Gegensatz zu modernen Stationärrollen lässt sich die Kurbel bei einer Multirolle herstellerbedingt nachträglich nicht umbauen. Das Gehäuse und das Getriebe sind fest für die jeweilige Seite gegossen.
Die Rechtshand-Multirolle – der klassische Standard im Meeresangeln
Bei einer Rechtshand-Multirolle befindet sich die Kurbel auf der rechten Gehäuseseite. Das bedeutet in der Angelpraxis: Du hältst und stützt die Bootsrute mit der linken Hand und kurbelst aktiv mit deiner rechten Hand. Diese Variante hat sich historisch im internationalen Hochsee- und Big-Game-Angeln als Standard etabliert. Viele erfahrene Meeresangler setzen auf Rechtshand-Modelle, da die dominante rechte Hand beim schweren Vertikalangeln oder beim Hochpumpen von kapitalen Heilbutten, Dorschen und Lenglumpen über Stunden hinweg mehr Ausdauer und Kraft aufbringen kann.
Die Linkshand-Multirolle – komfortabel für Umsteiger
Bei einer Linkshand-Multirolle sitzt die Kurbel auf der linken Seite. Du führst die Rute mit der rechten Hand und bedienst die Kurbel mit links. Für fast alle Angler, die das klassische Spinnfischen oder Ansitzen mit der Stationärrolle gewohnt sind, fühlt sich diese Ausführung sofort vertraut an. Da das vertraute Bewegungsmuster nicht umgelernt werden muss, beugt eine Linkshand-Multirolle Koordinationsfehlern im Drill vor und sorgt für ein ergonomisches Handling beim aktiven Meeresangeln.
Sternbremse oder Schiebebremse – welches Bremssystem passt?
Das Bremssystem entscheidet darüber, wie präzise und sicher du die Fluchten kapitaler Fische im Drill parieren kannst. Multirollen werden mechanisch in zwei verschiedene Bremstypen unterteilt, die je nach Angelmethode spezifische Vorteile bieten.
Sternbremse – der robuste Klassiker
Die Sternbremse wird über ein sternförmiges Rad direkt neben dem Kurbelarm justiert. Sie drückt die Bremsscheiben im Gehäuseinneren mechanisch zusammen. Dieses System ist extrem robust, wartungsarm und unempfindlich gegenüber Salzwassereinflüssen. Beim klassischen Pilken oder Naturköderangeln in Norwegen reicht eine Sternbremse in den allermeisten Fällen völlig aus, da die Bremse einmal auf die Tragkraft der Hauptschnur eingestellt wird und während des Drills selten stark korrigiert werden muss.
Schiebebremse (Lever Drag) – maximale Kontrolle im Drill
Bei einer Schiebebremse (Lever Drag) wird der Bremsdruck über einen ergonomischen Hebel direkt auf dem Rollenrücken reguliert. Über diesen Hebel kannst du die Bremskraft stufenlos und exakt reproduzierbar steuern. In der Praxis definierst du vorab über ein kleines Rädchen die sogenannte „Strike“-Position (die optimale Bremskraft für den Anschlag und den Standarddrill). Während des Drills kannst du den Hebel blitzschnell auf „Full“ vorschieben, um Fluchten vor Unterwasserhindernissen zu stoppen, oder den Druck verringern. Dies ist unverzichtbar beim Big-Game-Angeln sowie bei harten Wels-Einsätzen.
Übersicht: Das passende Bremssystem für deinen Zielfisch
| Bremstyp | Haupt-Einsatzbereich | Vorteile in der Praxis | Geeignete Angelmethoden |
|---|---|---|---|
| Sternbremse | Norwegen (Mittelbucht), Ostsee, leichtes Welsangeln | Sehr wartungsarm, mechanisch simpel, meist preiswerter | Pilken bis 200g, leichtes Naturköderangeln, schweres Spinnfischen |
| Schiebebremse | Tiefsee (Norwegen/Island), Welsangeln, Big Game | Vordefinierte Bremsstufen (Strike), blitzschnelles Verstellen | Naturköderangeln (Tiefsee ab 150m), Schleppangeln (Trolling) |
Multirolle mit Schnurzähler – sinnvoll oder Spielerei?
Eine Multirolle mit integriertem mechanischem oder digitalem Schnurzähler (Line Counter) liefert beim Freiwasser- und Tiefseeangeln enorme taktische Vorteile. Der Zähler misst die ausgegebene Schnurmenge exakt in Metern oder Fuß. Wenn beim Multirolle Meeresangeln die Echolotanzeige große Köhlerschwärme im Mittelwasser bei exakt 65 Metern Tiefe über einem 120 Meter tiefen Grund anzeigt, kannst du deinen Pilker oder Seelachs-Spoon punktgenau in der fängigen Zone platzieren. Auch beim Schleppangeln lässt sich so der Abstand des Köders zum Boot perfekt kontrollieren.
Pflege nach dem Salzwassereinsatz
Aggressives Salzwasser ist der größte Feind präziser Getriebeteile und Kugellager. Ohne die richtige Pflege fressen sich Salzschichten fest und führen zu unschöner Korrosion an Gehäusekanten und Bremsscheiben von Top-Marken wie Penn, Shimano, Daiwa, WFT oder Abu Garcia.
- Schritt 1: Mit Süßwasser abspülen: Spüle die Multirolle nach jedem Angeltag im Meer gründlich unter einem sanften, lauwarmen Süßwasserstrahl ab. Drehe dabei die Kurbel langsam, um Salzrückstände von der Spulenachse zu lösen.
- Schritt 2: Nicht unter Druck reinigen: Verwende niemals einen Hochdruckreiniger oder einen harten Wasserstrahl, da das Wasser sonst unter die Dichtungen in das Getriebegehäuse gepresst wird.
- Schritt 3: Gründlich trocknen lassen: Lasse die Rolle an einem schattigen, gut belüfteten Ort vollständig trocknen. Löse hierzu die Stern- oder Schiebebremse komplett, damit die Bremsscheiben entlastet werden und Restfeuchtigkeit entweichen kann.
- Schritt 4: Bewegliche Teile regelmäßig ölen: Behandle Schnurführer, Kurbelknauf-Lager und die Spulenachse einmal pro Saison mit speziellem, säurefreiem Rollenöl.
Video-Anleitung – Multirolle richtig pflegen
In der folgenden Video-Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Angelausrüstung nach harten Einsätzen reinigst und pflegst, um die maximale Lebensdauer deiner Rollen zu sichern:
Beliebte Marken für Multirollen
Beim schweren Angeln darfst du dich nicht auf Kompromisse einlassen. In unserem Onlineshop setzen wir daher konsequent auf etablierte High-End-Hersteller. Während Rollen von Penn Fishing Tackle und WFT als Inbegriff für unzerstörbare Arbeitstiere im harten Norwegen-Einsatz gelten, bieten die Präzisionsmodelle von Shimano und DAIWA seidenweichen Lauf und modernste Materialtechnologien. Für das schwere Raubfisch- und Welsangeln führen wir zudem hochrobuste Modelle von Abu Garcia sowie kompromisslose Waller-Multirollen von Zeck Fishing und Fladen.
Häufige Fragen zu Multirollen
Was ist der Vorteil einer Multirolle gegenüber einer Stationärrolle?
Der größte Vorteil liegt in der direkten Kraftübertragung, da die Schnur parallel zur Getriebeachse abläuft und nicht über ein Schnurlaufrädchen um 90 Grad umgelenkt werden muss. Zudem bieten sie verwindungsfreie Gehäuse und deutlich stärkere Bremssysteme, die für extreme Belastungen wie beim Tiefseeangeln oder Welsangeln ausgelegt sind.
Brauche ich eine Multirolle für Norwegen?
Für das schwere Pilken mit Ködern über 200 g sowie das Naturköderangeln in Tiefen ab 100 m ist eine Multirolle aufgrund der großen Schnurkapazität und der Hebelkraft unverzichtbar. Für das leichte Fischen mit Gummifisch auf Pollack oder Dorsch in flacheren Bereichen reicht hingegen eine robuste Stationärrolle aus.
Ist eine Multirolle schwer zu werfen?
Das Auswerfen erfordert etwas Übung mit dem Daumen, da die Spule nach dem Aufprall des Köders kontrolliert abgebremst werden muss, um Schnursalat („Perücken“) zu vermeiden. Beim reinen Vertikalangeln, Pilken oder Naturköderangeln vom driftenden Boot wird der Köder jedoch nur abgelassen, weshalb hier keinerlei Wurfschwierigkeiten auftreten.
Welche Bremse ist besser?
Das hängt von der Angelmethode ab: Die klassische Sternbremse ist mechanisch simpel, extrem robust und vollkommen ausreichend für das Standard-Meeresangeln. Die Schiebebremse (Lever Drag) bietet hingegen maximale Kontrolle im Drill kapitaler Fische, da du vordefinierte Bremsstufen exakt ansteuern und blitzschnell anpassen kannst.
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